»Hacker psychologisch erforschen«
2019-02-23, 21:30–22:00, Anna (Level0: Workshopraum 1)

Wir sind eine Forschungsgruppe an der Ruhr-Uni Bochum, welche als Forschungsschwerpunkt das Denken und Verhalten von Hackern untersucht. Wir würden uns gerne vorstellen und erzählen, woran wir arbeiten.

Reverse Engineering ist einer der Hackerbereiche, gegen die man sich schwer wehren kann, da "Hacker" lediglich das Endprodukt legal erwerben müssen und es dann genaustens untersuchen können. Wenn es ihnen gelingt, z.B. Hardware auseinander zu nehmen und deren Aufbau zu verstehen, oder an den Code zu bekommen, können zum Beispiel illegitime Kopien des Produkts erstellt werden. Es könnte auch Malware eingeschleust werden oder der Aufbau genutzt werden, um intelligentere Angriffe zu konzipieren. Wie denken Hacker, wenn sie Reverse Engineering betreiben, und wie kann man sich gegen Reverse Engineering wehren? Bringt das überhaupt etwas? Diese Fragen werden zunächst von Salsabil Hamadache beantwortet. Anschließend wird Martin Bordewieck auf folgendes Forschungsvorhaben genauer eingehen: Sowohl Hardware- als auch Software-Reverse-Engineering erfordert ein tiefes Verständnis von Netzwerken aus logischen Verknüpfungen. Eine wesentliche dem Reverse-Engineering nahestehende Tätigkeit ist die Fehlerdiagnose oder das troubleshooting/debugging. Im Kurzvortrag wird ein Experiment vorgestellt, in dem der Einfluss von Aufmerksamkeitslenkung mithilfe visueller Hilfsmittel auf Strategien beim troubleshooting/debugging von fehlerhaften Netzwerken beleuchtet werden soll.